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Trugbilder von Harald Latus

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Die Crew der ALEXANDRIA war ein eingespieltes Team und stand voll hinter ihrem Captain, der die Mannschaft mit der gebotenen Härte, aber auch dem nötigen menschlichen Verständnis befehligte.

Er legte Wert auf äußerste Disziplin, Befolgung seiner Befehle und vollen Einsatz seiner Offiziere und Mannschaftsmitglieder.
Bei der Crew galt er als hart aber gerecht.
Sein nordisches Temperament hatte ihn schon manchmal in etwas unangenehme Lagen gebracht, aber er verstand es immer, sich aus diesen elegant zu befreien, ohne das ihm jemand böse sein konnte.

Seine Crew fühlte sich an Bord der ALEXANDRIA wohl und brachte bislang immer, auch in schweren Situationen, mehr Leistung als erwartet werden konnte.
Die hohe Motivation der Crew wurde auf den besonderen Führungsstil des Captains zurückgeführt, der sich bemühte, Problemfälle direkt mit den betroffenen Personen zu besprechen und Reibungspunkte in der Mannschaft durch spezielle Dienstplanung oder Umbesetzung zu minimieren.

Obwohl das nicht die Aufgabe des Captains war, ließ er sich diesen Teil der Mannschaftsführung nicht aus der Hand nehmen.
Es wurde ihm durch hohe Loyalität und das Pflichtbewusstsein seiner Crew gedankt.
Wikland war immer für einen Spaß zu haben, wenn er im richtigen Moment erfolgte und liebte es manchmal, die Fäden hinter den Kulissen zu ziehen um dann die entgeisterten Gesichter der Unwissenden zu betrachten.
Im Übrigen hatte er eine Vorliebe dafür, besondere Leistungen seiner Offiziere und Mannschaftsmitglieder auf ungewöhnliche Art zu belohnen. Seine Ideen waren berühmt - berüchtigt und unter der Crew war der Spruch:

„Jeden Tüchtigen erwischt es Irgendwann einmal!“, bereits zum geflügelten Wort geworden.
Gerade an diesem Tag fühlte Der Captain sich in seiner Haut besonders wohl.
Kürzlich hatte er sich gegen den Rat seiner beiden Führungsoffiziere dazu entschlossen, Jaqueline Jefferson zur leitenden Chefingenieurin zu befördern.
Obwohl es andere Kandidaten mit besseren Qualifikationen gab, war er der Ansicht, dass gerade ihre manchmal etwas direkte und impulsive Art sie für die Stelle besonders geeignet machte.
Zudem kam sie gut mit den anderen Kollegen in der Maschinensektion zurecht.

Gemeinsam mit Lieutenant Jan van Holt hatte sie ein aktives und kreatives Team gebildet, und so hatte er beschlossen, um Autoritätsprobleme auszuschließen, den stellvertretenden Chefingenieur Kawumbwa Otumbwe, der sich ebenfalls um den Posten des Leitenden Offiziers beworben hatte, mit der technischen Unterstützung der Science- und Sensorengruppe zu beauftragen, was selbstverständlich ebenfalls eine verantwortungsvolle Aufgabe war.

Ein ganz anderes Thema waren die offenkundigen Wünsche des Captains.
Wikland hatte sich schon oft beim Hauptquartier der Sternenflotte dafür verwendet, die ALEXANDRIA erneut umbauen zu lassen, um eine große Anzahl von Marines auf dem Schiff unterzubringen.
Die Admiralität hatte jedoch seine Anträge immer wieder abgelehnt mit der Begründung, die ALEXANDRIA sei kein reines Militärschiff sondern einer der Technologieträger der Sternenflotte und somit wäre die Unterbringung von Marines nicht erforderlich.

Dennoch war die ALEXANDRIA in Krisensituationen stets eines der Führungsschiffe im Kampfverband, da Sie durch die zahlreichen Extraausstattungen und die hervorragenden taktischen Kenntnisse von Captain und Crew eine wertvolle Ergänzung der Flotte und einen Trumpf in schwierigen Situationen darstellte.

Jan Erik Wikland kam damals allerdings nicht ganz freiwillig zur Sternenflotte.
Nach dem Tod seiner Frau und der ungeborenen Zwillingen, der infolge eines Einbruchs in sein Haus durch den Täter verschuldet worden war, war er zunächst ein gebrochener Mann und nur der Weitsicht seines Onkels Sven Jorgensen war es zu verdanken, dass Wikland nicht ins Dunkel des kriminellen Sumpfs abgesunken war.

Der Onkel, ein hochrangiger Admiral der Sternenflotte mit weitreichenden Befugnissen berief sich auf ein kaum bekanntes, seit Jahrzehnten nicht mehr verwendetes Reserve Aktivierungs-Programm und ließ seinen Neffen einfach zur Spezial Sicherheitsabteilung einziehen.
Durch die notgedrungene Unterordnung und die strenge Disziplin wurde Wikland schnell klar, dass sein Leben noch nicht vorbei war und er sich neue Ziele stecken musste.

Bis heute hatte er jedoch nicht den starken Wunsch überwunden, den Kapitalverbrecher in die Finger zu bekommen, der den Tod seiner jungen Familie zu verantworten hatte.
Aufgrund eines Zeugenschutzprogrammes konnte dieser Mann nicht verurteilt werden. Außerdem wurden seine Akten von der Sternenflotte unter Verschluß gehalten. Captain Wikland kannte nicht einmal dessen Namen.


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