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Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 31.07.17 02:36 · Für: Frühling

Oha, und so hat also alles angefangen. Die beiden Rassen des Planeten lagen im Streit miteinander, es drohten (wie auf der Erde) Grossmächte, sich einzumischen und aus dem Bürgerkrieg einen (weiteren) intergalaktischen zu machen. Somit wird die Entscheidung, den Planeten zu terraformen, zwar nachvollziehbar, verliert dabei aber nichts an Grausam -und Fassungslosigkeit.

Und nun bleibt mir das schwere Los, eine Wahl für die Abstimmung zu fällen. Nun, da die Aufgabe war, „die Protagonisten aktiv die (vier) Jahreszeiten spüren und erleben zu lassen“ tendiere ich eher zu deiner anderen Geschichte. An dieser hier gefällt mir zwar das Konzept des „Rückwärtsgangs“ ausgesprochen gut, jedoch besticht die andere dadurch, dass mehr von den Jahreszeiten erlebt werden kann und du sogar noch Jahreszeiten dazu erfunden hast, was ich einfach eine bombastische Idee finde!



Antwort des Autors: Ja, im Frühling sieht man viele Anfänge von Spannungen, zwischen den Rassen, zwischen beiden Rassen und den Romulanern, zwischen Mutter und Tochter, zwischen Donatra und den Jung-Offizieren... Danke jedenfalls für die Lektüre. Irgendwie war mir bei dieser Geschichte etwas mulmig, weil sie doch extrem ernst ist. Aber andererseits, Shinzons Staatsstreich wird ähnlich argumentieren...wenn ich endlich zum Schreiben käme :-(


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 31.07.17 02:34 · Für: Sommer

Haha, die arme Ruusu! Ja, den Leibesvergnügungen Anderer zuhören zu müssen, ist wahrlich nicht jedermanns Geschmack ^^ Allerdings ist der Anfang etwas verwirrend, weil Ruusu als weiblich bezeichnet wird (… weil SIE über die Geräusche …) und danach immer von einem ER die Rede ist. Es dauert wieder ziemlich lange, bis man merkt, wer dieser ER (Rivul) denn nun ist.

„Verwurstet seien die zwölf romulanischen Götter (…)“ *umkipp* XDD Ich musste so lachen (was um diese Zeit nicht sehr Nachbarfreundlich ist) ^^
Ah, ich beginne zu begreifen: Diese Geschichte hier bewegt sich rückwärts in der Zeit! Das ist ja mal ein spannendes Konzept und jetzt blickt man auch etwas besser durch, wer hier mit wem und warum verbandelt ist …



Antwort des Autors: Ein gewagter Ansatz, aber ich dachte es ein bisschen wie einen Krimi anzulegen, wo du zuerst den Mord siehst und dich dann zu den Motiven vorarbeitest. Eine ziemlich schräge Sommernacht, gebe ich zu ;-)


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 31.07.17 02:32 · Für: Herbst

Hm, der Einstieg war etwas verwirrend für mich. Wie viel Zeit ist seit dem Terraforming vergangen? Jene zwölf Monate oder schon sehr viel mehr? Sobald klar ist, dass man noch immer auf dem selben Planeten ist (auf welchem Rivul nun als Gouverneur dient), fällt auf, dass sich offenbar schon eine ganze Zivilisation gebildet hat, mit eigenem Aussehen und auch eigenen Verhaltenskodexen. Und offenbar stehen die Bewohner untereinander im Krieg :(

:D Dass das Padd nach der Übertragung verschmorte, erinnert mich an diese Serie von Damals, wo sich die Auftragsdiscs nach dem Ansehen selbst zerstören ^^ Das ist wieder einer dieser kleinen Tupfer, die ich an deinen Geschichten so mag!
„(…) die volle Bereitschaft der Sexarbeiter (…)“ Dazu sage ich nichts, ausser: *umkipp* XDD
 
Ah, nun am Ende des Kapitels wird es etwas klarer: Das muss sich VOR dem Terraforming abgespielt haben. Das ist also so ein „X Zeit davor“ Kapitel. Verwirrend, macht aber sofort Lust auf mehr! Und der letzte Satz ist einfach mal total gelungen! Eigentlich nebensächlich aber genau wegen seiner Banalität im Angesichts der grausamen Massenvernichtung umso eindringlicher.



Antwort des Autors: Ja, jeder versucht irgendwie die Verantwortung für den Massenmord auf professionelle Abläufe zu schieben. Und auch wenn selbst gezweifelt wird, zwingt man die Untergebenen zum Handeln.


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 31.07.17 02:30 · Für: Winter

Mir gefällt in diesem Kapitel die versteckte Symbolik ganz gut. Schon, dass das Shuttle die Form eines Eis hat, passt sehr gut zu der Thematik, dass hier bald neues Leben entstehen soll. Den Anfang finde ich gut gemacht! Zwar gehöre ich zu der Sorte Leser, die von Anfang an gerne weiss, mit wem er es zu tun bekommt. Wenn ich nur ständig er, ihm und ihn lese, formt sich mir weder eine passende Rasse noch entsprechend ein Gesicht vor dem inneren Auge. Das ist schade, weil es (in meinem Fall) den Zauber aus dem Kapitel nimmt. Allerdings ist es spannend, die Ereignisse aus der Sicht eben jenes (leider bis zum letzten Drittel) namenlosen Individuums zu sehen und nach und nach wird auch klar, dass offenbar das ganze Team aus Romulanern besteht.

Oooohaaa! Roxelana klingt ja gleich wie die Senatrix aus der anderen Geschichte XDD Sehr gewöhnungsbedürftig, gibt aber auch gleich mächtig Würze in die Geschichte! Kein Wunder, dass sie gleich mal Probleme mit der Autorisierung hat ^^ Erinnert mich an Chekov und sein „(…) Funf, Funf, Uiktor, Uiktor, (…)“ :D
Ganz spannend finde ich auch die Zeremonie und wie sie sich dafür kleiden, die Rituale und natürlich das ganze romulanische Brimborium, das man aus deinem Kopfkanon her schon kennt!



Antwort des Autors: Danke für das Review! Diese Geschichte ist leider nicht ganz so lustig. Sie entstand relativ schnell, weil ich Angst hatte, dass der andere Challenge-Beitrag ungültig ist, weil nicht alles auf demselben Planeten spielt. Der Anfang sollte bewusst unklar bleiben...Aber wer meinen KopfCanon kennt, musste schon vermuten, dass hier der romulanische Falke sein Nest auf den öden Planeten ablegt ;-)


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 04.07.17 14:33 · Für: Frühling

Wenn man alle Kapitel gelesen hat, wird das Bild der Richtung der Ereignisse natürlich klar. Eine raffinierte Idee! Ein wenig mehr Einsicht in die Gründe des Verlaufs wären mir noch lieber gewesen. Die paar Momenten, die Du beleuchtest, wirken auf mich alle sehr harmlos und daher ziemlich im Kontrast mit den dann angestrebten Maßnahmen. Da kommt sofort das Sprichwort "Mit Kanonen auf Spatzen schießen" in den Sinn.

Aber das ist ja vielleicht romulanische Mentalität?

 

Wie erwähnt, diese Art der Aufarbeitung der Geschichte gefällt mir! Die Jahreszeiten der Challenge sind jetzt zwar nicht besonders dominant für die jeweiligen Geschehnisse, aber man kann sie sich gut als Stimmungsbarometer der Romulaner vorstellen ... obwohl, dann müsste der Winter eigentlich der Frühling sein, weil er einen Neuanfang bedeutet ...

 

Eine ausgesprochen witzige Idee in Deinem klassischen, leicht parodistischen Stil, liebe Racussa.

 

(aber warum hast Du FSK 18 ausgewählt? Du hast weder graphischen Sex noch graphische Gewalt drin. Da reicht 16 vollkommen aus)



Antwort des Autors: Liebe Gabi! Ich denke, Unordnung ist das Schlimmste, was Romulanern passieren kann...daher wohl auch diese Reaktion. FSK 18 ist wegen millionfachem Massenmord... Die Jahreszeitenzuordnung hat einerseits mit den Temperaturen zu tun - auch mit dem hochkochenden Konflikt. Winter ist klar die eisige Todesstarre des Planeten - was hier so hoffnungsvoll, bunte, optimistisch beginnt, ist eigentlich die Wiedergutmachung der völligen Vernichtung aller - ungeordneten - Ökosysteme auf dem Planeten. Leicht parodistisch freut mich besonders, denn ich fand die Geschichte am Ende viel zu ernst und gruselig für meinen Durchschnitt :-(


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 04.07.17 14:06 · Für: Herbst

Spielt dieses Kapitel zeitlich vor dem ersten? Es klingt so, als ob das sozusagen die Grundlage für das Terraforming war, nachdem sie jetzt erstmal alle Bewohner gekillt haben.



Antwort des Autors: Erfasst...es wird wohl niemand so genau darauf schauen, aber die Jahreszeiten 'gehen' rückwärts...


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 03.07.17 18:33 · Für: Winter

:D Ich ignoriere jetzt einfach mal diese ganzen irdischen Dinge, die mich bei Deiner Romulaner-Historie immer so irritieren ;) ...

 

Die Idee eines ritualisierten Terraforming finde ich gut. Das wäre mal etwas anderes als das rein wissenschaftliche Herangehen der Föderation. Du erklärst die Vorgehensweise sehr genau und distanziert. Da erhält man fast den Eindruck, es sozusagen nachmachen zu können. Das Ganze als Nest starten zu lassen, das sich in verbundene Kuppeln verwandelt, ist auch ein schönes Bild (inklusive Museum ... wäre auch bei mir höchste Priorität beim Terraforming ;) ). Warum haben diese unterschiedliche Farben? Hat das einen bestimmten Grund? Oder ist das einfach nur, damit es bunt aussieht?

 

In welcher Einheit wird bei den Romulanern die Temperatur gemessen? (Einmal schreibst Du "° Grad", aber ich schätze, das war eher ein Tippfehler als die Einheit "Grad Grad").

 

Interessant hätte ich noch den Grund gefunden, warum sie einen so unwirtlichen Planeten ohne Atmosphäre zur Besiedelung ausgesucht haben. Da gibt es doch sicherlich besser geeignete im Romulanischen Imperium. Aber vielleicht kommt die Erklärung dafür noch in einem der nächsten Kapitel.



Antwort des Autors: Danke für den Grad-Hinweis, werde das gleich tilgen. Ich nehm die Celsius-Skala aus Einfachheitsgründen; vielleicht hat der Uniersalübersetzer das ja für uns gleich umgerechnet. Die unterschiedlichen Farben beschreiben in meinem Kopfkanon die Zugehörigkeitsbereiche (ähnlich Gelb-Rot-Blau in der Föderation). Die irdischen Anspielung sind ja früher erklärt als Reste einer antiken Kolonisierung der Romulaner auf der Erde, wo sie die Grundsteine der römischen Tradition legen. In TOS, TNG und Nemesis ist dieser Rom-Konnex sehr deutlich, Kleidung, Architektur und Ränge/Titel sind klassisch römisch. Da sie den Falken als Wappenvogel haben, dachte ich an das Nest als Grund einer Neugründung... Und warum sie gerade diesen Planeten kolonisieren, wird noch klar werden...


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 02.07.17 19:24 · Für: Frühling
Ah, man bekommt Einsicht in Donatas Figur. Interessant. Dass sie selbst Verbindungen in die politischen Sphären hat, die dann auch noch verwandschaftlicher Natur und karrieretechnisch negativ behaftet sind, bringt sie in eine ziemlich schwere Lage. Die Ohrfeigen fand ich persönlich unprofessionell, aber da hat ja jede Figur ihren eigenen Handlungsspielraum. Die der Mutter hab ich noch besser verwunden, da sie emotional sehr aufgebracht ist und sie ja auch befürchtet, dass ihrem Lebensgefährten etwas zustoßen könnte. Das da die Gefühle hochkochen, versteh ich. Aber dass die Tochter mit gleicher Münze zurückzahlt ... Andere Sitten und Gebräuche und nicht jeder ist zu jeder Zeit immer zu Vernunft und Einsicht fähig. Auch das ist menschlich. Oder auch romulanisch?

Was mir während der Geschichte auffiel, war, dass sowohl bei der Flora als auch bei der Fauna großteils terranische Begriffe erwähnt wurden. Flughunde, Pfirsiche, Elstern ... wie kam das zustande? Wie ich letztens gelernt habe, scheint es auch einen kleinen Satz romulanischer Tiere und Pflanzen zu geben, die sogar der Canon hergibt.
Wobei ich auch verstehen kann, wenn sich die Natur an zwei Orten denselben Scherz erlaubt hat. Ich mag die Theorie, dass Dinge an zwei Orten auf unterschiedliche Weise dasselbe Ergebnis liefern können. Trotzdem frag ich mich, wie du dir das gedacht hast.

Dass die Vorbereitung dieser großflächigen Vernichtung, der man zu dem Zeitpuntk dieses Kapitels noch aus dem Weg gehen zu wollen scheint, ausgerechnet auf den Frühling fällt, ist nicht nur in Hinsicht auf den dritten Frühling Donatas Mutter bemerkenswert. Denn entgegen der Hoffnung, ist es ja leider kein erneutes Erblühen des Planeten im eigentlichen Sinne, was hier hochoffiziell beschlossen und angesprochen wird. Sondern am Ende wird der Planet nur im grünen Licht der Phasertorpedos erglühen. Ein ziemlich markarberer Werdegang. Aber es gibt nicht immer ein Happy End. Auch das finde ich wichtig.

Vom Stil her fand ich alle Kapitel sehr anspruchsvoll geschrieben. Die Sätze waren teilweise verschachtelt und der Wortschatz sehr breit, aber wenn man sich einmal reingelesen hatte, konnte man sehr gut folgen. Wie ich schon einmal schrieb: Schwere Kost und nichts für Zwischendurch. Es regt auch ordentlich zum Nachdenken an, über die Wahl der Mittel, Verhältnismäßigkeit und wie sich Missverständnisse durch mehr Offenheit vermeiden ließen.
Was mir von Zeit zu Zeit etwas fehlte, war der Bezug zum Thema der Jahreszeiten. Die Kapitel spielten zwar in den bestimmten Jahreszeiten, aber vom Sommer abgesehen, erschien es mir mehr wie eine Nebensächlichkeit. Dennoch eine grausame, aber gut geschriebene und spannende Geschichte.

Antwort des Autors: Vielen Dank. Donatra und ihre Mutter sind die gewaltvolle Kopie von Deanna Troi und Lwaxana. Es sollte sich ja erst nach und nach erschließen, dass die Jahreszeiten hier in umgekehrter Reihenfolge ablaufen, wir also in der Zeit rückwärts gehen: Wie Du selber schreibst: Im Frühling hoffen alle auf einen guten Ausgang, obwohl jetzt schon das Militär kommt, weil die Diplomatie versagt hat. Die Pflanzen hab ich der Einfachheit halber übernommen, damit man sich die Jahreszeiten besser vorstellen kann. Außerdem ist Gamma Camaldulani vielleicht irdischer als Romulus??? Im Herbst ist das verwelkte Laub schon Vorbote des Scheiterns. Im Winter ist es nur noch Kälte, die übrig geblieben ist. Danke trotz der Schwierigkeiten, die dir dieser ausnahmsweise unlustige Ausschnitt beschert hat. Irgendwie reizt mich fast die Lust, die junge Truppe auf dem Planeten noch weiter zu verfolgen, aber leider ist kaum Zeit.


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 02.07.17 19:04 · Für: Sommer
Ok, das liest sich, als habe es sich vor dem zweiten Kapitel abgespielt. So hat sich die Sache also langsam hochgeschaukelt.Es hat im Kleinen begonnen. Egal, was für ein Vertrag abgeschlossen wurde, zumindest zwei Seiten scheinen damit nicht glücklich zu sein und das sind nicht die Romulaner. Die einen befolgen ihn widerwillig und die anderen stehen ihm ganz offen kritisch gegenüber - um es etwas zu untertreiben. Hier wird auch deutlich, dass beide unzufriedenen Seiten sich schon nicht ausstehen können und nach Gründen suchen, gegen die anderen Parteien vorzugehen. Da sind Konflikte ja vorprogrammiert.

Dass der Gärtner und die anderen nichts von den Vorgängen zu ahnen scheinen, die im politischen Hintergrund auflaufen, ist auch nicht gerade glücklich. So ist es ihnen gar nicht möglich, Fehltritte zu vermeiden, weil sie gar nicht wissen, wo die Minen vergraben liegen.
Andererseits weiß ich auch nicht, ob sie es versuchen würden, zu vermeiden, da sie sich allesamt in ihrer Rolle als der herrschenden Art Angehörigen sehr zu gefallen scheinen. So deute ich zumindest des Ausspruch, als Rivul von dem Gomall geschlagen wird, dass er sich einzig darüber echauffiert, wer ihn geschlagen hat. Dass es ihn aufregt, dass er geschlagen wurde, ist verständlich, aber dass es ihn stört, wer es war, macht doch ein gewisses elitäres Denken deutlich.

Mal schauen, was da noch alles bei rumkommt.

Antwort des Autors: Ja, du hast es voll erkannt. Die gebildeten und hochgerüsteten Romulaner wollen hier die unzivilisierten 'Ureinwohner' ordnen und befrieden, aber sie können höchstens auf der Oberfläche Ruhe mit Drohungen durchsetzen, darunter gärt der Hass. Die schwüle Sommernachtshitze hat auch so ein bisschen britisch/französische Kolonialatmosphääre in Indochina/Indien 'Wir meinen es ja nur gut mit euch, deshalb müsst ihr nur alles tun, was wir befehlen, dann geht es euch bald besser...'


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 02.07.17 18:52 · Für: Herbst
Ich ... gebe zu, dass mich der erste Absatz mehr verwirrt hat als alles andere. Es gibt inzwischen einen Gouvaneur für das Sternensystem oder den neuen besiedelten Planeten - da bin ich mir nicht ganz sicher - und offenbar ist das System doch gar nicht unbewohnt und es gibt Querelen zwischen den Romulanern und den bisherigen Bewohnern. Nachdem ich das für mich aufgedröselt hatte, machte es wieder mehr Sinn. Die Position von Donatras Crew war ich mir noch nicht ganz bewusst, aber es war ja auch erst der erste Absatz - der mich allerdings denken ließ, dass Donatra von dem Anschlag wusste.

Und der Eindruck ändert sich auch nicht. Was darauf folgt ist ... nicht treffend zu beschreiben. Aus menschlicher Sicht leider aber auch nicht unvorstellbar. WEil sie keine Möglichkeit sehen, ihre Konflikte beizulegen, versuchen sie sich einfach an einer Neuauflage. Ich bezweifel allerdings, dass das den Aufwand mildert, wobei es schwer zu beurteilen ist. Ich weiß nicht, ob die Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen aus dem Canon ist, aber es fehlen, um das einschätzen zu können, die Hintergrundinformationen. Man kennt die Anschuldigungen, aber ob sie der Realität entsprechen, in welche Richtung sie verzerrt wurden, weiß man nicht.
In meinen Augen rechtfertigt allerdings nichts diese Maßnahmen. Das ist schlicht Massenmord. Man könnte jetzt sagen, es waren die Befehlshaber, die es angeordnet haben, aber es hat auch jemand ausgeführt. Egal, wie schlecht es ihm damit am Ende auch geht, er hat mitgemacht. Sie, in diesem Fall. Alle. Und das machen auch keine Gebete wett. Natürlich nur aus meiner Warte heraus. Moralische Grundsätze, Standpunkte und Sichtweisen variieren ja auch innerhalb von Gruppen teils stark. Das kann jeder anders sehen. Ein Klingone beurteilt die Situation anders als ein Denobulaner oder eben ein Romulaner. Mich erschreckt diese Kaltblütigkeit einfach nur und ich frage mich, was davor vorgefallen sein muss, um so etwas "provoziert" zu haben.

Vom Stil her fand ich es am Anfang gut, dass es einen etwas überrumpelt hat. Der Wechsel, als das gemeinsame Essen plötzlich kippte, war dadurch sehr unvorherrsehbar und überraschend und es dauert eine Weile, bis man das gesamte Ausmaß des zweiten Teils begreift - oder auch begreifen will. Die Erkenntnis sickert ganz langsam in das Bewusstsein des Lesers, zusammen mit den Puzzleteilen die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das hat mir gefallen - wenn auch am Anfang ziemlich gefordert, weil ich gar keinen Durchblick hatte. Keine leichte Kost und nix für Zwischendurch :)

Antwort des Autors: Das war der Grund, warum ich hier auf FSK18 gegangen bin. Es ist, wie Du sagst, Massenmord. Im Hintergrund steht die TOS-Folge Bele jagt Lokai, bei dem sich zwei Völker auf einem Planeten gegenseitig umbringen; und die letzten Überlebenden immer noch weiterkämpfen. Dort kommt auch der Mehrfach-Code (durch verschiedene Offiziere) her. In der TOS-Folge aktivieren sie allerdings die Selbstzerstörung. Ich war am Ende des Kapitels selber eher irritiert...vor allem, weil sie weiß, wieviele den Planeten nicht verlassen haben, obwohl sie wissen, was passieren wird. Und dass sie bis zuletzt kämpfen.


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